Das Projekt - Unsere Ideen

Ökonomisch vernünftig

Aus alt mach neu

Man könnte das bestehende Haus teuer abreissen und aufwändig neu bauen, wir setzen jedoch auf die Kraft des Bestehenden. So können wir dank grundsolider Bausubstanz rund 20 Prozent günstiger bauen als bei einem vergleichbaren Neubau.

Günstig wohnen, das wollen alle – ist ja klar. Wir setzen es aber auch in die Tat um: Die Wohnbaugenossenschaft ist gemeinnützig, deshalb gilt bei uns die Kostenmiete. Das heisst, in der Miete sind nur die effektiven Bau- und Unterhaltskosten, Abschreibungen und Rückstellungen enthalten. Kosten sparen können wir auch, weil ein Teil der Infrastruktur des Bauprojekts schon besteht. Schliesslich setzt die Wohnbaugenossenschaft auf gemässigte Ausbaustandards und sparsamen Flächenverbrauch, weil wir überzeugt sind, dass wahre Lebensqualität nicht in materiellem Luxus liegt.

Langfristig gemeinnützig

Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften sind ein Zusammenschluss von natürlichen und/oder juristischen Personen, die gleiche oder ähnliche wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Interessen verfolgen. Sie sind explizit nicht gewinnorientiert. Das Prinzip beruht auf Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Solidarität. Wohnbaugenossenschaften boomen und sind ein sehr wirksames Mittel gegen steigende Mieten und gegen die Verdrängung von finanziell schwachen Personen in städtische Randquartiere.

Teilhabende statt Mietende sein

Als GenossenschafterIn legen Sie Ihr Geld nicht nur sinnvoll an, sondern Sie können auch mitbestimmen, was damit geschieht und so Impulse für eine zukunftsgerichtete Wohnpolitik geben. Teilhaben heisst selbstbestimmt Mitverantwortung übernehmen, mitgestalten, sowie die Kosten und Risiken teilen. Weil alle Mitglieder mit (wenig) eigenem Geld ins gemeinsame Haus investieren, können die Kosten und Risiken tief gehalten werden, was sich auch in günstigen Mieten bemerkbar macht.

Ökologisch weitsichtig

Energie klug konsumieren

Die Stadt trägt mit baulichen Massnahmen zur Umsetzung einer 2000-Watt-Gesellschaft bei. Unser Bauprojekt unterstützt dieses Ziel: So streben wir Minergie-Standard an, erhalten einen grossen Teil des bereits bestehenden Gebäudes und sind am Fernwärmenetz der neuen Energiezentrale Forsthaus angeschlossen. Ausserdem ist Synergiepotenzial vorhanden, wie zum Beispiel die geplante Nutzung von Abwärme aus Kühlräumen Gewerbetreibender im Untergeschoss. Die Minimierung des Wasser- und Stromverbrauchs im ganzen Gebäude ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Intelligent mobil

Rund 50 Prozent der Haushalte in der Stadt Bern verzichten freiwillig auf ein eigenes Auto. Bei unseren Mitgliedern sind es noch viel mehr. So gewinnen wir durch autoarmes Wohnen mehr Platz für Veloabstellplätze, Kinderwagen, Anhänger und Skateboards. Und auch die ÖV-Anbindung ist garantiert, weil im Quartier eine Bushaltestelle vorgesehen ist. Für Transporte und andere automobile Fahrten steht uns Carsharing zur Verfügung.

Teilen statt anhäufen

In einem grossen Haus mit viel Interaktion wird Teilen einfacher: Warum muss jeder Haushalt alle Geräte und Werkzeuge selber anschaffen? Braucht jede Wohnung ein eigenes Gästezimmer? Um hin und wieder Gäste unterbringen zu können, stehen reservierbare Zimmer zur Verfügung. Die Wohnbaugenossenschaft bricht starre Muster auf und teilt Güter und Geräte als Beitrag zur Schonung von Ressourcen.

Genug Raum zum Leben

Rund 45 m2 nutzt ein Mensch durchschnittlich zum Wohnen in der Schweiz – Tendenz steigend. Wir wollen eine andere Richtung einschlagen und zeigen, dass ein gutes Leben mit viel weniger Fläche pro Person möglich ist. Gemeinsam genutzte Räume und Infrastruktur, ein Mix aus verschiedenen Wohnformen sowie eine geschickte Architektur sorgen für eine hohe Lebensqualität auf einem kleineren Raum. Mit Hilfe von Belegungsrichtlinien wird die Wohnbaugenossenschaft dafür sorgen, dass die Wohnungen bewohnt und das Haus belebt bleibt.

Im Haus arbeiten

Drei Viertel Wohnen, ein Viertel Arbeiten und Gemeinschaft: Die Gewerbe- und Dienstleistungsflächen sollen durch einen bunten Mix von quartierfreundlichem (Klein-)Gewerbe, Bürogemeinschaften, Ateliers, einer KITA und viel geteilter Infrastruktur attraktiv gestaltet werden. Somit fördern wir neben Austausch und Belebung vor allem auch Möglichkeiten, am selben Ort zu wohnen und zu arbeiten – eine Idee mit viel Zukunftspotenzial.

Zusammen sozial

Innovativ durchmischt wohnen

Wir schaffen Wohnraum für Menschen aller Altersgruppen, mit unterschiedlichem kulturellen und sozialen Hintergrund und verschiedenen finanziellen Möglichkeiten. Mehr Platz für kinderreiche Familien? Natürlich! Clusterwohnungen für eine gute Mischung aus gemeinsamer Fläche und privatem Raum? Klar! Wohnungen für Einzelpersonen oder Kleinhaushalte? Selbstverständlich! Für eine gute Durchmischung braucht es aber mehr: Um weiteren Bedürfnissen gerecht zu werden, schaffen wir frei gestaltbare «Lebensateliers», grosse Wohngemeinschaften und Mehrfamilienwohnungen.

Austauschen und sich begegnen

Urban Gardening auf dem Dach, eine gut sortierte Bibliothek, ein Hauskino mit erlesenem Programm oder eine gemeinsame Werkstatt sind nur einige Ideen, um Räume gemeinsam zu nutzen. Solche Begegnungsorte fördern den Austausch zwischen den Bewohnenden der Güterstrasse 8 und der Nachbarschaft im Quartier.

Am Warmbächli sollen eine Quartierbeiz, KITA, Praxen, Ateliers, Lebensmittelläden und mehr entstehen.

Partizipativ – von Anfang an

Es ist uns wichtig, die Gestaltung des Areals mit den anderen Bauträgern zu koordinieren. Wir legen Wert darauf, die Wünsche der Bewohnenden des bestehenden Quartiers wahrzunehmen und diese – wo möglich – ins Gesamtprojekt Warmbächli einfliessen zu lassen. Deshalb arbeiten wir eng mit verschiedenen Organisationen zusammen, die im Quartier aktiv sind.